Die Museggmauer wird auch „Stadtkrone Luzerns“ genannt.
Sie ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung.
Gerade erst für 12 Millionen frisch in Stand gestellt, haben sich Private, der Verein und die Stiftung zum Erhalt der Museggmauer, das Stadtparlament, der Bund und der Kanton dafür eingesetzt, dass das fragile Kulturdenkmal als Touristenmagnet weiter erhalten bleibt. Vernachlässigung des Unterhalts und das hohe Alter hatten ihren Tribut gefordert.
Wäre nicht die private Initiative ergriffen worden, hätte in kurzer Zeit mit grossen Schäden gerechnet werden müssen. Nun stellt die geplante Unterhöhlung des Musegghügels eine erneute mögliche Gefährdung dar.
Gefährdung der Statik
Die Museggmauer ist kein massiver Bau wie eine Burg. Sie ist fragil, an den meisten Stellen nicht sehr breit, neigt sie sich manchmal auf die eine, mal auf die andere Seite. Ihre Stabilität ist und bleibt auch nach der gelungenen und sicheren Instandstellung auch in Zukunft ein Thema.
Einerseits ist die Unterhöhlung direkt eine Gefahr, da der Sandstein in steil aufstehender Schichtung liegt, und voraussichtlich durchzogen von Mergel und Kohlebänder, Abrutschungen oder Senkungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden können.
Andererseits stellen die jahrelangen Ausbrucharbeiten stete Erschütterungen dar, die nicht ohne Folgen sein könnten.
Weder alle geologischen noch statischen noch sonstwelche Gutachten können die Wahrheit abbilden und kein Gutachten kann sagen, wie sich etwas in Zukunft entwickeln wird. Sie können nur Annäherungen an eine mögliche Zukunft sein.
Es wäre notwendig und sinnvoll, würde die Erstellung von Gutachten nicht nur den privaten Initianten überlassen werden. Denn diese sind nicht verpflichtet, negative Aussagen aus den Gutachten gegenüber Drittpersonen zu kommunizieren. Gutachten kosten Geld, wer sie bezahlt, kann sie verwenden, wie er es möchte. Gutachten aber, welche durch Steuergelder bezahlt werden, sind den Steuerzahlern gänzlich offenzulegen. Wäre es nicht sinnvoll, wenn die Stadt Luzern ein eigenes geologisches Gutachten in Auftrag geben würde?
Es wäre kaum nachvollziehbar, wenn unsere Stadt und ihre Regierung eine mögliche Gefährdung eines ihrer beiden kulturhistorischen Prunkstücke in Kauf zu nehmen bereit wären.
Die Gefahren für die Museggmauer
Bilderquellen: Denkmalpflege Luzern / Kantonsarchäologie Luzern / Georg Carlen / Andreas Stäuble / Website Parkhaus Musegg AG